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Das sind die Besonderheiten von deutschen Weinanbaugebieten


Das Weinland Deutschland kann auf eine jahrtausendealte Weintradition zurückblicken. Dieser Beitrag informiert über die verschiedenen Weinanbaugebiete in Deutschland und unterscheidet die Eigenheiten und Besonderheiten.


Ahr: Das kleinste Anbaugebiet in Deutschland ist bekannt dafür, dass hier zu 90 Prozent Rotwein

angebaut wird, hier vor allem der Spätburgunder. Bekannte Winzer sind Nelles oder Meyer-Näkel. Rheingau: Das Rheingau erstreckt sich nur über eine Länge von 50 km entlang des Rheins südlich von Wiesbaden (diecRebfläche beträgt 3167 ha). Hier wird zu 85 Prozent Weißwein angebaut, vor allem der Riesling. Bekannte Anbieter sind in diesem Gebiet Georg Breuer oder das Kloster Eberbach. Rheinhessen: Das Anbaugebiet Rheinhessen liegt im Dreieck zwischen Bingen, Mainz und Worms. Es umfasst eine Rebfläche von 26.333 ha und ist somit das größte in Deutschland. Weißwein wird hier zu 69 und Rotwein zu 31 Prozent angebaut. Wichtige Rebsorten sind Müller-Thurgau, Spätburgunder, Riesling und Dornfelder. Zu den Winzern in Rheinhessen gehören Dreissigacker, Kühling-Gillot und Gunderloch. Mosel-Saar-Ruwer: Deutschlands älteste Weinregion. An der Mosel sowie ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer befindet sich mit rund 10.000 ha das fünftgrößte Anbaugebiet Deutschlands. Was den Riesling angeht ist es das größte Anbaugebiet. Die Mosel zeichnet sich durch seine meist in unglaublichen Steillagen angepflanzten Reben aus, die Steigungen betragen hier teilweise 70% und mehr. Namhafte Weingüter der Mosel sind Reichsgraf von Kesselstadt, Egon Müller, von Hövel. In Lieser an Mosel baut auch der Biowinzer Hubert Botzet seinen Wein an. Hier wachsen im Übrigen auch die Trauben für den Messing Spätburgunder Rosé und Messing Riesling Auslese.

Pfalz: Die Pfalz ist das zweitgrößte Anbaugebiet in Deutschland (Rebfläche 23.592 ha). Das über 80 km lange Gebiet liegt zwischen dem Pfälzer Wald, der Rheinebene und im Süden dem Elsass. Hier wird relativ ausgeglichen Weiß- und Rotwein angebaut. Der Riesling ist auch hier mit 25 Prozent die meistangebaute Rebsorte. Die bekanntesten Weingüter sind Dr. Bürklin Wolf, Knipser, Reichsrat von Buhl.

Franken: Das Anbaugebiet Franken liegt im Dreieck zwischen Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt und zieht sich immer am Main entlang. Es besitzt eine Rebfläche von 6124 ha. Weißwein nimmt hier mit 81 Prozent die dominante Rolle ein und hier die Rebsorte Silvaner die in Franken auch das erste Mal angebaut wurde. Weine werden in Franken traditionell im Bocksbeutel abgefüllt. Zu den besten Weingütern zählen Juliusspital, Castell und Weingut am Stein.

Nahe: Das Nahe-Gebiet liegt zwischen Mosel und Rhein und umfasst eine Rebfläche von 4202 ha. Diese ist zu 75 Prozent mit Weißwein bepflanzt. Die Nahe ist ein Musterbeispiel für die Vielfalt des deutschen Weinanbaus. Hier wird neben dem Riesling auch fantastischer Grauburgunder, vollmundiger Silvaner und Rivaner angebaut. Die Anzahl der Bodenarten ist an der Nahe ungewöhnlich, hier gibt es ca. 180 verschiedene Bodenarten. Bekannte Weingüter sind Salm, Dönnhoff und Gut Hermannsberg.

Baden: Das Anbaugebiet Baden gilt als das südlichste und längste in Deutschland. Es zieht sich von Heidelberg bis zum Bodensee. Durch diese enorme Ausbreitung gilt Baden als das vielfältigste Anbaugebiet. Die Rebfläche beträgt hier 15.818 ha. Durch das warme Klima gerade rund um den Kaiserstuhl reifen hier auch vorzügliche Rotweine. Baden ist nochmal in 9 Anbaubereiche aufgeteilt hier ist das bekannteste wohl der Kaiserstuhl. Große Weine kommen hier von Franz Keller oder von Bernhard Huber.

Württemberg: Aus Württemberg kommen die meisten Rotweine in Deutschland. Auf einer Rebfläche von 11.343 ha werden vor allem Trollinger, Lemberger, Spätburgunder und Portugieser angebaut. Rotwein wird hier auf 70 Prozent der Flächen angebaut. Die bekanntesten Winzer sind Graf Neippberg und Herzog von Württemberg.

Zu den oben genannten Hauptanbaugebieten gibt es außerdem noch Mittelrhein, Saale Unstrut,

Sachsen und die Hessische Bergstraße. Sie sind aber gemessen an der Popularität und dem Absatz weniger bedeutend.

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